Ultraleicht-Trekking : Tipps und Tricks für Outdoor und Wandern

Ultraleicht-Trekking bedeutet, dass das Basisgewicht deines Gepäcks weniger beträgt als 4535,92 Gramm (10 Pfund). Das Basisgewicht ist das Gewicht deines Gepäcks ohne Konsumgüter wie Essen, Wasser und Brennstoff für den Kocher. Auch die Bekleidung, die du zu Beginn deiner Reise am Körper trägst, zählt nicht zum Basisgewicht. Ein Basisgewicht von 4535,92 Gramm ist nicht sehr leicht zu erreichen. Manche Zelte oder Schlafsäcke wiegen allein schon so viel. Auf dieser Seite sammle ich Tipps und Tricks, die mir dabei geholfen haben eine ultraleichte Ausrüstung zusammenzustellen und die vielleicht auch dir noch Wege aufzeigen können, wie du dein Rucksackgewicht weiter optimieren kannst.
Eine ultraleichte Ausrüstung stellt man sich nicht an einem Tag zusammen. Viele Leute optimieren über Jahre an ihrer Ausrüstung, um sich ihre Wanderungen und Outdoor-Abenteuer noch leichter und angenehmer zu gestalten. Es ist also nicht schlimm die Sache langsam angehen zu lassen. Wichtig ist nur, dass du am Ball bleibst und bereit bist, ständig etwas neues auszuprobieren.

Ultraleichtes Gepäck: Die Grundlagen

Du brauchst eine Waage für’s Ultraleicht-Trekking!

Für ein Optimierung deines Rucksackgewichts ist es notwendig, dass du jedes Teil deiner Ausrüstung wiegst! Das Wiegen deiner Ausrüstung ist der erste Schritt in Richtung Ultraleicht Backpacking. Nur wenn du genau weißt wie schwer deine Ausrüstungsgegenstände sind, kannst du wissen an welcher Stelle du am meisten Gewicht einsparen kannst. Briefwaagen und Küchenwaagen sind sehr gut für den Einstieg ins Ultraleicht Backpacking geeignet. Ich verwende ein digitale Küchenwaage von Soehnle, die mir sehr gute Dienste leistet. Die Auflagefläche ist groß, sodass du auch sperrigere Ausrüstung darauf wiegen kannst. Die Waage wiegt grammgenau und bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm, was für’s ultraleichte Gepäck mehr als genug ist.

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Komfort und Sicherheit: Verändere dich selbst und nicht nur deine Ausrüstung!

Die Grenze zwischen „ultraleicht“ und „zu leicht“ kann nicht starr definiert werden und ist abhängig von deinem Komfortbedürfnis und subjektivem Sicherheitsempfinden! Diese Grenze kann sich verschieben, wenn du aktiv daran arbeitest deine Erfahrungen in Wissen zu verwandeln. Es ist nicht schwierig zu viel Ausrüstung mitzunehmen – vielen Anfängern passiert dieser Fehler. Es ist auch nicht schwierig den Schlafsack zu Hause zu lassen und nachts zu frieren, aber sinnvoll ist das nicht.
Ultraleichtes Gepäck soll dir deine Outdoor-Abenteuer angenehmer und sicherer gestalten. Alles zurück zu lassen was du nicht benötigst und nur dabei zu haben was du brauchst, um sicher und komfortabel Reisen zu können: Das ist die Herausforderung! Weniger zu brauchen als bei der letzten Tour, kann ein Beleg für deine individuelle Weiterentwicklung in deinem Outdoor-Hobby sein.

Die Schlafunterlage, die mir lange Zeit am besten gefiel, war eine Luftmatratze von Thermarest (ca. 460 Gramm, ca. 180,00 €). Zusätzlich hatte ich oft ein Kissen dabei (zwischen 50 Gramm und 200 Gramm, je nach Modell). Diese Kombination aus Matratze und ein Kissen ist sehr gemütlich, aber heute nehme ich sie nur noch selten mit. Stattdessen verwende ich eine kurze, nur vier Millimeter dicke Schaumstoffunterlage, die ich mir selbst auf eine passende Größe zurecht geschnitten habe (ca. 140 Gramm, ca. 20 €) und lege meinen Kopf auf meinen Rucksack. Gleichzeitig habe ich auch meine Ausrüstung im Schlafzimmer umgestellt. Zu Hause schlafe ich jetzt auf einem relativ harten Futon und mein Kopfkissen ist mit Buchweizenspelz gefüllt. Durch diese kleine Umstellung meiner Gewohnheiten, schlafe ich zu Hause gesünder und eine Outdoor-Übernachtung, auf einem etwas härteren Untergrund, bereitet mir gar keine Probleme – ich schlafe jetzt schließlich immer so. Mein neues Setup spart etwa ein halbes Kilo Gewicht ein und kostet rund 200,00 € weniger.

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Hinterfrage jedes einzelne Teil deiner Outdoor-Ausrüstung genau!

Traditionelle Outdoor-Ausrüstung hat sich lange etabliert und manche Kochsets oder Schlafsäcke genießen einen Kultstatus. Oft ist es nicht der konkrete Gegenstand der überzeugt, sondern ein Image oder eine Tradition die damit verbunden ist. Ich kenne viele Leute die auf einen ganz bestimmten Spirituskocher schwören und ihn auf jeder Tour dabei haben. Dieser spezielle Kocher ist leider nicht sehr effizient, vergleichsweise schwer und noch dazu ziemlich teuer. Dennoch ist er in der Outdoor-Szene seit Jahrzehnten ein Kultgegenstand. Kaum jemand hinterfragt, ob der Kocher wirklich so gut ist. Ich setze auf einen selbstgebauten Spirituskocher. Der kostet fast nichts und wiegt nur ein paar Gramm!
Auch Zahnpasta findet sich in den meisten Rucksäcken wieder. Na klar, die Zahnpflege ist wichtig! Aber Zahnpasta ist in einer schweren Tube und enthält viel Wasser, außerdem hat man nie die passende Menge dabei.. Zahnpasta-Tabs hingegen lassen sich ganz genau abzählen, können klitzeklein verpackt werden und sind ultraleicht.

Viele Dinge, die in den Rucksäcken von Outdoor-Enthusiasten zu finden sind, kannst du einfach ersatzlos zu Hause lassen. Ein Kopfkissen kannst du durch deinen Rucksack ersetzen, der mit Bekleidung gefüllt ist. Manche ultraleichten Zelte können mit Trekkingstöcken aufgestellt werden und du kannst so das Gestänge einsparen. Ein Mobiltelefon ersetzt das Navi, die Kamera und den MP3-Player. Eine extra Schüssel oder einen Teller brauchst du gar nicht einpacken, weil du auch einfach aus dem ultraleichten Topf essen kannst.

Wenn du deine Ausrüstung durchgehst stell dir also die Fragen:

  • Brauche ich dieses Teil wirklich?
  • Gibt es eine leichtere Option?
  • Kann ich dieses Teil für mehr als ein Sache verwenden?
  • Kann ich etwas anderes verwenden, dass ich schon im Gepäck habe?
  • Kann ich etwas von dem Teil abschneiden um es leichter zu machen?

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Nimm nichts mit „für den Fall, dass …“

In vielen Rucksäcken findet sich jede Menge Ausrüstung, die nur sehr selten oder sogar niemals gebraucht wird. Angeblich „zur Sicherheit“ wird allerhand Zeug in den Rucksack geworfen. Das sagt viel über die Ängste des Backpackers aus, hat aber nur wenig mit echten Notwendigkeiten zu tun. Die Gegenstände sind oft genauso groß und schwer wie sie unnötig sind. Sägen, Multitools, riesige Messer, Erste-Hilfe-Ausrüstung für einen vollbesetzten Bus, irgendwelche Verteidigungs-Sprays, Waffen oder Gegenstände, die Waffen ersetzen sollen, 10 Tools um Feuer zu machen, unnötige Klamotten, teure Expeditionsausrüstung, … . Dieses ganze Zeug brauchst du nicht!

Es gibt kein „Für den Fall, dass …“. In deinem ultraleichten Rucksack haben nur Dinge einen Platz, von denen du weißt, dass du sie annähernd jeden Tag brauchst (Erste-Hilfe & Reparatur-Set sind die einzigen Ausnahmen). Es ist ein wesentlicher Bestandteil des Ultraleicht-Trekking, dass jeder Ausrüstungsgegenstand einem bestimmten, vorgeplanten Zweck dient. Du bereitest dich auf eine bestimmte Umgebung, bei einem bestimmten Wetter, für eine bestimmte Zeitspanne vor. Das alles ist weitgehend vorhersehbar.

Komplikationen irgendwelcher Art kannst du meistens ohnehin nicht mit zusätzlicher Ausrüstung entgegenwirken. Was hingegen bei jeder Problemlösung hilft, sind ein klarer Kopf, ein positives Gemüt und eine Portion stoische Gelassenheit. Das wiegt gar nichts.

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Aller Anfang ist schwer!

Vermeide Redundanz!

Nimm nichts doppelt mit. Ein Topf reicht. Ein Löffel reicht. Ein kleines Messer ist genug. Du brauchst keine Ersatzheringe, keine Ersatzjacke, keine Ersatzmahlzeit und keine Ersatzlampe. Wenn dein Rucksack wasserdicht ist, brauchst du keine wasserdichten Packsäcke mehr. Wenn du ein BIC-Feuerzeug dabei hast, musst du keinen zusätzlichen Feuerstahl einpacken. Camp-Schuhe hatte ich noch nie dabei – ich trage ohnehin immer bequeme Schuhe.

Achte gut auf deine Ausrüstung!

Viele Teile einer ultraleichten Outdoor-Ausrüstung sind so leicht, weil Material eingespart wird. Einen Rucksack aus 1000D -Nylon kannst du hinter dein Auto binden und ein Stündchen hinter dir herziehen. Der Rucksack wird danach vielleicht noch funktionieren. Ein ultraleichter Rucksack wäre danach vermutlich hinüber. Traditionelle Backpacker sind darum manchmal skeptisch, wenn das Thema ultraleichte Ausrüstung aufkommt und fragen sich, warum das Zeug so länge hält, obwohl es oft fragiler konstruiert ist. Die Antwort ist einfach: Vorsicht und Achtsamkeit!

Wenn du auf einen 5 Gramm schweren Dosenkocher trittst, dann ist er kaputt, also latsch da nicht drauf! Ein Zeltboden aus 15D-Nylon hat auf spitzen Stöcken nichts verloren, also räum den Spot vorher etwas auf. Auf deinen Cordura-Armee-Rucksack kannst du dich stellen, mach das besser nicht mit deinem ultraleichten Rucksack.

Gehe gut mit deiner Ausrüstung um, räum dein Zeug immer sofort auf und halte Ordnung im Lager und im Rucksack. Dann kannst du leichte, fragile Ausrüstung verwenden und lange Spaß daran haben. Idiotensichere Ausrüstung brauchst du nur, wenn du deine Ausrüstung idiotisch behandelst.

Es wird immer leichter

Ist Ausrüstung für’s Ultraleicht-Trekking teurer als „normale“ Ausrüstung?

Viele Leute kennen ultraleichte Outdoor-Ausrüstung aus den sozialen Medien. Dort wird oft sehr spezielle Ausrüstung gezeigt, sodass der Eindruck entsteht, Ultraleicht-Trekking sei nur etwas für reiche Leute. In Foren wird oft über die neueste Ausrüstung aus den teuersten Materialien debattiert. Aber das ist nicht repräsentativ für’s Ultraleicht-Trekking und verfälscht den Blick darauf!

Beim Ultraleicht-Trekking geht es nicht darum einfach „Schweres“ gegen „Leichtes“ zu tauschen. Es ist wichtig zu lernen auf unnötiges verzichten zu können. Dinge die du nicht benötigst, musst du auch nicht kaufen und dadurch sparst du selbstverständlich echtes Geld.

Leichte Ausrüstung ist ja gerade darum so leicht, weil auf unnötige Features und extra Material verzichtet wird. Das treibt den Preis der einzelnen Gegenstände weiter nach unten. Ein Schlafsack ohne Kapuze, ein einwandiges Zelt, eine dünne Matratze, … – das alles ist sehr günstig. Bestimmt ist ein Essgeschirr aus Titan ein wenig teurer als ein Essgeschirr aus Weißblech. Aber dafür brauchst du keine extra Flaschen, Messer oder andere Outdoor-Luxusartikel. Das Geld, das dadurch eingespart wird, dass man beim Ultraleicht-Trekking weniger Ausrüstung benötigt, geben aber viele Leute für besonders exklusive Materialien aus.

Nein, Ausrüstung für’s Ultraleicht-Trekking ist nicht teurer als „normale“ Outdoor-Ausrüstung. Tatsächlich kannst du dir ein sehr günstiges Kit zusammenstellen und damit ultraleicht unterwegs sein. Aber selbstverständlich gibt es auch sehr teure Ausrüstung, in welche die Gear-Junkies ihr Geld stecken können.

Ich spare sehr viel Geld, indem ich mir ultraleichte Outdoor-Ausrüstung selbst importiere. Ein Shop, bei dem ich immer wieder tolle Ausrüstung günstig bestelle, ist der „JY Outdoor Equipment Store“ bei AliExpress. Der Shop ist auf ultraleichte Trekking-Ausrüstung und Trailrunning-Equipment spezialisiert.

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Ultraleicht-Trekking ist nicht „Camping“!

Bei manchen Outdoor-Hobbies besteht ein großer Teil des Tages aus „Camp-Leben“. Das Aufbauen des Zeltes, Einrichten des Lagerplatzes und der Verbleib an diesem Ort, ist oft sogar die Hauptattraktion des Abenteuers. Zumindest aber ist es beim traditionellen Trekking üblich, die schmerzenden Schultern und Füße lange vor Sonnenuntergang zu entlasten und sich dem „Camp-Leben“ zu widmen: Lagerfeuer, Messer schärfen und dem gequälten Körper eine verdiente Pause in traumhafter Landschaft gönnen.

Nun, ausgiebiges „Camp-Leben“ ist bei ultraleichten Wanderungen eher die Ausnahme als die Regel. Wer mit wenig Gepäck unterwegs ist, bekommt auch gar nicht so schnell einen schmerzenden Körper, den er mit ausgedehnten Grillgelagen wieder fit machen müsste. Die Zeitspanne zwischen dem Unterwegs sein und dem Schlafen beträgt oft weniger als eine Stunde. Die minimalistische Ausrüstung ist abends in wenigen Minuten aufgebaut. Morgens kann man ein paar Minuten nach dem Aufwachen wieder auf den Beinen sein. Das verringert die Gefahr, beim „Wild campen“ Probleme mit den Ortsansässigen zu bekommen. Außerdem sind die Stunden der Dämmerung oft die schönsten des Tages und es lohnt sich wirklich, zu dieser Zeit nicht in ein Lagerfeuer zu starren, sondern unterwegs zu sein.

Das „Camp-Leben“ spielt also in der „Ultraleicht-Welt“ keine so große Rolle. Lass Camp-Schuhe, Klappstuhl und Grill besser zu Hause und stell dir dein Gear so zusammen, dass du es den ganzen Tag angenehm auf dem Rücken tragen kannst: leicht, effizient und flexibel. Ein guter Ort um damit zu starten ist eine ultraleichte Packliste. Die Big-4 deiner ultraleichten Outdoor-Ausrüstung kannst du dir günstig bei AliExpress bestellen. Die Marken „3F UL Gear“, FLAME’S CREED und AEGISMAX sind gute Adressen und liefern global.

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Mach das Beste aus deinem Tag!

Du willst unbedingt Trekkingstöcke benutzen!

Ich habe schon viele Leute getroffen, die auf ihren ersten Touren keine Trekkingstöcke verwendet haben. Manche von ihnen wussten nicht, dass es so etwas gibt, andere fanden es einfach „uncool“ solche „Gehhilfen“ zu benutzen. Offenbar fühlen sich manche Leute bei Trekkingstöcken an Walking-Sticks erinnern, mit denen manche Sportanfänger im besten Alter durch die Stadtparks klappern.

Früher oder später passiert es aber fast immer auf einer längeren Tour, dass ich einen meiner Trekkingstöcke verleihe, weil meine Begleitung es doch einmal ausprobieren möchte. Oft passiert das am späten Nachmittag, wenn die Kräfte schon etwas verbraucht sind, zumindest wenn man ohne Trekkingstöcke unterwegs ist. Einmal verliehen, bekomme ich das Teil selbstverständlich nicht mehr zurück. Denn wer einmal mit Trekkingstöcken gewandert ist, der will nicht mehr zurück. Die Vorteile sind einfach zu deutlich:

  • Trekkingstöcke entlasten deine Beine und deinen ganzen Rumpf.
  • Trekkingstöcke stabilisieren deinen Gang und machen ihn effizienter.
  • Trekkingstöcke helfen dir dabei deinen Oberkörper in einer aufrechten Position zu halten und nicht zusammenzusacken, wie es vielen Wanderern im Laufe des Tages passiert.
  • Auf schwierigen Abschnitten helfen dir Trekkingstöcke dabei das Gleichgewicht zu behalten.
  • Bergauf und Bergab funktionieren Trekkingstöcke wie ein Geländer, an dem du dich stützen oder hinaufziehen kannst.
  • Trekkingstöcke reduzieren das Risiko ins Wasser zu fallen, wenn du einen Fluss furten musst.
  • Mit Trekkingstöcken kannst du Sträucher oder hohes Gras vom Weg schieben. Sie helfen so effektiv gegen Zecken.
  • Trekkingstöcke ersetzen das Gestänge von deinem ultraleichten Zelt oder ultraleichten Tarp, womit du viel Gewicht im Rucksack einsparen kannst.

Leute die zum ersten Mal zu Trekkingstöcken greifen sind oft überrascht davon, wie weit sie plötzlich ohne Mühen wandern können. Ich musste schon Touren für einen Tag unterbrechen und in die nächste Stadt pendeln, um dort ein Paar Stöcke für meine Reisebegleitung zu kaufen, die sich strikt weigerte noch einen weiteren Schritt ohne Trekkingstöcke weiterzuwandern!

Trekkingstöcke gibt es in vielen Ausführungen mit allen Extras. Korkgriffe, Federungen, gepolsterte Schlaufen, ergonomisches Tralala, … – das brauchst du alles nicht. Ich empfehle dir ein günstiges Paar höhenverstellbare Carbon-Trekkingstöcke. Mit solchen Trekkingstöcken bin ich jahrelang sehr weit gewandert. Wenn bei diesen Trekkingstöcken irgendwann die Spitzen abgenutzt sind (das dauert sehr lange auf Wanderwegen, aber nicht so lange auf Asphalt), dann bleibst du wahrscheinlich bei deinem Hobby und kennst die richtige Länge für deinen Körper. Erst dann kannst du auf Trekkingstöcke mit fester Länge umsteigen und noch mehr Gewicht einsparen!

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Gut schlafen mit minimaler Ausrüstung

Schlafen unterm Himmelszelt

Ein Zelt gehört in bei vielen Touren in den Rucksack. Es schützt dich vor Regen, Wind, Mücken und Zecken. Auf Campingplätzen hält es auch die Blicke anderer Gäste fern. Ein Gegenstand der so viele Probleme löst gehört meiner Meinung nach in jedes Outdoor-Ausrüstungs-Regal.

Manchmal findest du aber auf Touren Situationen vor, in denen du ein Zelt nicht benötigst. Mücken und Zecken gibt es in manchen Gegenden gar nicht und im Winter stellen sie kein Problem dar. Um dich nur gegen Wind und Regen zu schützen, gibt es leichtere Mittel als ein Zelt. Darum schwören viele Leute im Winter, in den Bergen oder in sehr trockenen Gegenden auf ein Tarp. Ein Tarp schützt vor dem Wetter, bringt aber keinen Zeltboden und kein Mückennetz mit, was viel Gewicht einsparen kann!
Im Sommer ist es oft so, dass das Wetter keine Wünsche offen lässt. Regen oder Kälte spielen dann keine Rolle, aber leider sind zu dieser Zeit die Krabbelviecher unterwegs. In einem solchen Fall genügt ein Netzbivy, ein Moskitonetz oder auch ein Innenzelt von einem doppelwandigen Zelt. Es gibt dann einfach keinen Grund, sich unter einer undurchlässigen Zeltwand zu verstecken.

Im besten Fall gibt es gar keinen Grund dafür, ein Zelt, ein Tarp oder ein Bivy zu verwenden! Küsten, Berge und Wüsten sind tolle Orte, um unter freiem Himmel zu übernachten. Aber du musst nicht um die halbe Welt reisen um unter den Sternen zu schlafen. Durch die richtige Wahl deines Schlafplatzes kannst du auch im mitteleuropäischen Flachland einen passenden Spot finden. An Orten ohne viel Wildbestand, gibt es nicht viele Zecken und ein leichter Wind hält Mücken fern. Mücken, Zecken und Wildtiere benötigen viel Feuchtigkeit. Such dir also einen Ort, der nicht um Wald und nicht in der Nähe von Gewässern liegt. Dort kannst du auch im Sommer, ungestört von Blutsaugern, die Nacht im freien verbringen.

In einem anderen Artikel im Blog findest du ein paar tolle ultraleichte Zelte für eine Person. Oder bist du noch auf der Suche nach einem ultraleichten Tarp?

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Leichter und einfacher: einwandige ultraleichte Zelte

Zelte haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Als Kind habe ich in einem einwandigen Baumwollzelt für zwei Personen geschlafen. Dieses Zelt war ungefähr so schwer wie meine komplette heutige Ausrüstung für eine Outdoor-Tour. Als die Materialien leichter wurden kamen doppelwandige Zelte in Mode, die heute fast jeder kennt. Sie bestehen aus einem Netz und einem Überwurf, der Vor Regen schützen soll.

Beim Ultraleicht-Trekking wird gerne zu einem einwandigen Zelt aus einem modernen beschichteten Material zurückgegriffen. Diese Zelte sind als ein einziges Teil genäht und sehr einfach aufzubauen. Durch den Verzicht auf eine doppelte Wand, wird sehr viel Gewicht eingespart. Die leichtesten einwandigen Zelte sind Trekking-Pole-Zelte. Sie bringen kein eigenes Gestänge mit, sondern werden mit den Trekkingstöcken, die du ohnehin dabei hast, aufgestellt. Einwandige Trekking-Pole-Zelte wiegen oft nur wenige hundert Gramm.

Ich selbst verwende ein einwandiges ultraleichtes 1-Personen-Zelt von FLAME’S CREED und ein einwandiges ultraleichtes 2-Personen-Zelt von „3F UL Gear“. Das 1-Personen-Zelt FLAME’S CREED CangQiong wiegt weniger als 600 Gramm. Mein 2-Personen-Zelt „Lanshan 2 Pro“ bringt etwa 900 Gramm auf die Waage. Beide Zelte können mit Trekkingstöcken aufgestellt werden und lassen sich superklein verpacken.

Warum verwenden dann nicht alle Leute einwandige Zelte? Einwandige Zelte haben den Nachteil, dass sich bei unzureichender Belüftung die Feuchtigkeit der Atemluft als Kondenswasser an der Zeltwänden absetzt. Das empfinden manche Leute als störend. Für mich überwiegen klar die großen Vorteile des niedrigen Gewichts und des einfachen Aufbaus.

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Essen und Trinken

Kaffee beim Ultraleicht-Trekking

Outdoor-Kaffee ist ein heißes Thema. Es gibt unzählige Varianten einen Outdoor-Kaffee zuzubereiten. Die meisten davon haben etwas damit zu tun, dass man zusätzliches schweres Equipment mit sich herum trägt. Da das nicht wirklich eine Option ist, wenn du dein Rucksackgewicht reduzieren möchtest, mache ich dir hier Vorschläge, wie du an dein heißgeliebtes Frühstücksgetränk kommst, ohne dir eine Kaffeekanne in den Rucksack zu packen.

„Cowboy“-Kaffee ist eine weit verbreitet Weise Kaffee zuzubereiten. Dazu ist genau gar kein Equipment nötig. Das Kaffeepulver wird direkt in den Becher zu dem heißen Wasser gegeben. Nach dem Umrühren musst du nur noch warten, bis sich das Kaffeepulver am Becherboden abgesetzt hat. Für die meisten Deutschen ist diese Variante etwas ungewohnt, aber an vielen Orten auf der Welt wird Kaffee so getrunken und es funktioniert ganz wunderbar. Das Kaffeepulver setzt sich fast vollständig ab. Wenn ein paar Krümel oben auf dem Kaffee treiben sollten, kannst du sie mit deinem Löffel herausfischen, oder sie einfach mittrinken. Das schadet überhaupt nicht.

Außerdem kannst du für deine Touren auch löslichen Instant-Kaffee verwenden. Der Instant-Kaffee dieser Tage ist wesentlich besser als sein Ruf, auch wenn sich die verschiedenen Sorten geschmacklich stark unterscheiden. Es ergibt also Sinn ein wenig herumzuprobieren, bis du den richtigen Kaffee für dich gefunden hast. Das besonders gute an Instant-Kaffee ist, dass er auch kalt zubereitet werden kann. Kalter Kaffee stört in den Sommermonaten überhaupt nicht. Ich lasse bei vielen Touren mein ultraleichtes Kochset zu Hause und komme gut damit zurecht, in einer meiner Wasserflaschen morgens meine Portion Instant-Kaffee zurechtzuschütteln. Weil ich meinen Kaffee am liebsten mit Milch trinke, verwende ich bereits portionierten 2in1 Kaffee von JACOBS.

Wenn du dich mit diesen Varianten nicht anfreunden kannst und ein heißer Filterkaffee für dich nichts ist, worauf du verzichten kannst, dann empfehle ich dir einen wiederverwendbaren Kaffeefilter aus Nylon. Der Kaffeefilter von Sonja-Plastik ist ein lange erprobtes Produkt und vor allem im Osten Deutschlands vielen Leuten bekannt. Der Kaffee schmeckt damit sehr gut und der Filter wiegt nur wenige Gramm und lässt sich superklein verstauen. Dadurch, dass der Filter wiederverwendbar ist, tust du der Umwelt etwas gutes und schonst zudem noch deinen Geldbeutel. Ich habe mittlerweile zwei von diesen Filtern. Einen verwende ich zu Hause und der Andere kommt gelegentlich mit auf Touren.

Und was ist mit Milch? Wenn du Instant-Kaffee trinkst, dann kannst du dich für ein Produkt entscheiden, welches bereits Milchpulver auf der Zutatenliste hat. Ansonsten empfehle ich dir Vollmilchpulver mitzunehmen. Du solltest aber vorher zu Hause ein wenig herumprobieren, welche Menge du für deinen Outdoor-Kaffee benötigst. Damit das Pulver keine Klumpen bildet, ist es ratsam, die Milch in einer kleinen PET-Flasche mit etwas Wasser anzuschütteln und nachträglich in den Kaffee zu geben. Vollmilchpulver bekommst du in vielen Supermärkten (in der Abteilung mit den Backzutaten) oder bei Amazon.
Eine Alternative zu Milchpulver ist Kaffeeweißer. Kaffeeweißer ist ein weißes Pulver, das direkt in den Kaffee gegeben wird und ihn auf wundersame Weise so ähnlich schmecken lässt, wie Kaffee mit Milch.

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TO BE CONTINUED …

Diese Liste wird von mir ständig ergänzt. Schau gerne gelegentlich wieder vorbei oder abonniere meine Facebook-Seite. Dort bekommst du jeden Mittwoch einen neuen Tipp rund um das Thema Ultraleicht-Trekking und Outdoor-Ausrüstung!

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